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Donnerstag, den 14. Juni 2012 um 18:31 Uhr
Kinder ins Museum!Von außen macht das Bismarck-Museum in Friedrichsruh einen eher nüchternen Eindruck. Hirschgeweih und Fachwerk lassen kaum vermuten, welche kulturhistorischen Schätze sich hinter der Fassade verbergen. Gerade Kindern bleibt der Zauber vieler mehr oder weniger bunter Objekte, die eine Menge Geschichten erzählen können, häufig verschlossen. Um die mentalen Barrieren vor dem Eintritt ins Museum aufzubrechen, hat die Otto-von-Bismarck-Stiftung als betreuende Einrichtung nun eine Kinder-Rallye durch die Ausstellungsräume konzipiert, die Kindern im Grundschulalter vermitteln soll, dass Geschichte nicht langweilig sein muss, sondern gleichermaßen spannend und erkenntnisreich erzählt werden kann. Begleitet von Dogge Sultan begeben sich die jüngeren Besucher auf Spurensuche durch die Geschichte Otto von Bismarcks und seiner Zeit und entdecken an den vielen, ganz unterschiedlichen Exponaten viele spannende und kuriose Details, die auch den Erwachsenen häufig verborgen bleiben. Auf laminierte Kärtchen gedruckte Bilder wecken die Neugier, die durch knapp und einfach gehaltene Informationen auf der Rückseite gestillt, aber nicht überfrachtet wird. So wird letztlich der Entdeckergeist der jungen Besucher geweckt und damit ein wichtiges Ziel der museumspädagogischen Arbeit am Erlebnis- und Lernort Friedrichruh erreicht, wie Dr. Andreas von Seggern, zuständiger Mitarbeiter der Siftung, betont: „Wir wollen mit unserem neuen didaktischen Angebot ganz bewusst eine der Grundvoraussetzungen in den Lehrplänen von Grundschulen, das selbständige und handlungsorientierte Lernen, fördern helfen. Wir laden alle in Frage kommenden Schulen, aber natürlich auch Familien mit Kindern, herzlich ein, dieses Angebot kennenzulernen.“ Offiziell vorgestellt wird die Kinderrallye des Bismarck-Museums im Rahmen eines Kindertages, den die Otto-von-Bismarck-Stiftung gemeinsam mit dem Garten der Schmetterlinge am 29. Juli diesen Jahres plant und dessen Programm ab Anfang Juli bekannt gegeben wird.
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Freitag, den 08. Juni 2012 um 11:20 Uhr
Fritz Stern zu Besuch in FriedrichsruhZu einem spontanen Besuch fand sich am Freitag, den 8. Juni, der amerikanische Historiker Fritz Stern in Friedrichsruh. Stern, der mit seiner Familie 1938 vor dem Terror der Nationalsozialisten in die USA geflohen war, wurde u.a. bekannt durch seine bahnbrechende Untersuchung "Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier Bleichröder", die 1978 erstmals auf Deutsch erschien und die seinen Ruf als bedeutendster US-amerikanischer Historiker mit Schwerpunkt auf der deutschen Geschichte maßgeblich begründete. Stern, der von Dr. Andreas von Seggern begrüßt wurde, hatte Friedrichsruh bei seinem Forschungsaufenthalt für die Studien seines Bleichröder-Bandes Mitte der 1970er Jahre zuletzt besucht und zeigte sich beeindruckt von der wissenschaftlichen und pädagogischen Tätigkeit der bundeseigenen Otto-von-Bismarck-Stiftung.
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Freitag, den 25. Mai 2012 um 07:01 Uhr
Elfenbeinzahn wird extrahiert!Eine traurige Mitteilung müssen wir allen Freunden der Stiftung, Besuchern des Bismarck-Museums und Kulturinteressierten der Region machen: Der geschnitzte Elfenbeinzahn, ein Geschenk der Kaiserin von China an Otto von Bismarck zu seinem 70. Geburtstag am 1. April 1885 und über Jahrzehnte eines der herausragenden Exponate im Friedrichsruher Museum wird in der kommenden Woche auf Wunsch des Leihgebers entfernt und geht auf eine Reise mit uns unbekanntem Ziel. Bis zum 28. Mai haben Sie noch die Gelegenheit, das einmalige kunsthandwerkliche Kleinod aus dem 19. Jahrhundert in der Ausstellung des Museums zu betrachten. Eigens zu diesem Zweck hat die Stiftung kurzfristig eine kleine Auflage von Postkarten erstellt, die alle Besucherinnen und Besucher, die dem Objekt - wie wir - nicht nur eine Träne nachweinen (siehe Bild), bei einem Besuch in Friedrichsruh in den kommenden Tagen kostenlos mitnehmen können. Wir weisen bereits jetzt darauf hin, dass das Museum nicht zahnlos bleiben wird: Der chinesische Zahn wird durch ein kleineres Pendant aus Birma - ebenfalls ein Geschenk an Bismarck - ersetzt.
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Donnerstag, den 24. Mai 2012 um 11:14 Uhr
Ein Hoch, das seinen Namen trägt...Na, wenn das kein Anlass für einen schönen Pfingstausflug ist: Das Hoch "Otto" hat sich vor allem über den Norden Deutschlands ausgebreitet und macht doch sicher auch Ihnen Lust auf einen Kurztripp in den Sachsenwald vor den Toren Hamburgs. Nach einer mittäglichen Einkehr im Forsthaus Friedrichsruh oder im Waldesruh/Aumühle bietet sich der Besuch des Bismarck-Museums und der Ausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung im historischen Bahnhof von Friedrichsruh, wo Sie Ihre Kenntnisse über Otto von Bismarck und seine Zeit in erfrischend kühlen Räumlichkeiten fundiert und unterhaltsam vertiefen können. An allen Pfingstagen halten wir unsere Einrichtungen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Dienstag, den 15. Mai 2012 um 05:32 Uhr
Wer schoß auf Bismarck?Jede Betrachtung der Wirkungsgeschichte Otto von Bismarcks enthält den Hinweis auf die beeindruckende Fülle von Zeugnissen der Verehrung für den ersten Kanzler des deutschen Nationalstaates. Gleich ob Standbild, Turm, Säule, Straße oder dergleichen mehr. Dass seine Politik stets auch auf entschiedenen Widerstand breiter Kreise der Öffentlichkeit stieß, wird dabei nur allzu häufig vergessen - von der kritischen retrospektiven Betrachtung insbesondere seiner Innenpolitik in der Gegenwart zu schweigen. Beispielhaft für die Opposition gegen Bismarck steht das erste auf ihn verübte Attentat, das sich am 7. Mai diesen Jahres zum 146ten mal jährte. Täter war Ferdinand Cohen-Blind, Stiefsohn eines 1848er-Revolutionärs. Er sah im preußischen Ministerpräsidenten Bismarck, wie viele andere Liberale, einen skrupellosen Politiker, der bewusst auf den Krieg Preußens gegen Österreich zugesteuert sei: Laut Polizeibericht feuerte der 22jährige Cohen-Blind aus einer Entfernung von zehn Schritt drei Schüsse auf den Ministerpräsidenten. Als der zunächst unverletzt gebliebene Bismarck dem Täter die Pistole entwinden wollte, traf Blind sein Opfer mit zwei weiteren Schüssen. Von Bismarck festgehalten, wurde Blind verhaftet und beging noch im Polizeipräsidium Selbstmord. Die Tatwaffe ist im Übrigen, zusammen mit dem von Bismarck an jenem 7. Mai getragenen, mit Einschussloch versehenen Unterhemd, als besondere Kuriosität im Bismarck-Museum Friedrichsruh zu sehen. Der Bayerische Rundfunk widmete diesem historischen Ereignis ein "Kalenderblatt", das Sie hier nachhören können. Etwas belletristisch angehübscht, aber doch schön erzählt, finden wir.
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Dienstag, den 08. Mai 2012 um 06:53 Uhr
Windthorst: Bismarcks kleiner großer GegnerAlle Welt redet zur Zeit über den "Alten Fritz". Der 300. Geburtstag Friedrichs II. von Preußen überlagert - wie zu erwarten - alles, was das Jahr 2012 an Gedenktagen zu bieten hat. Im Windschatten des epochalen Jubiläums wird jedoch auch des 200. Geburtstages von Ludwig Windthorst gedacht, der zu Zeiten Otto von Bismarcks als einer der bedeutendsten Parlamentarier des Deutschen Reiches galt. Der kleinwüchsige Mann aus dem Osnabrücker Land wurde während des Kulturkampfes Bismarcks gegen die Katholiken zum größten Gegenspieler des Reichskanzlers und ist doch heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Um diesen herausragenden Vertreter des deutschen Parlamentarismus zu würdigen, lädt die Otto-von-Bismarck-Stiftung herzlich zu einem Vortrag unter dem Titel "Ludwig Windthorst - Bismarcks Gegner" ein. Referent am Mittwoch, den 9. Mai 2012, 19.30 Uhr, ist der Hannoveraner Professor Dr. Hans-Georg Aschoff, einer der führender Forscher der Geschichte des politischen Katholizismus in Deutschland. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung im historischen Bahnhofsgebäude von Friedrichsruh ist frei.
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Donnerstag, den 26. April 2012 um 15:19 Uhr
Was gibt's denn da zu feiern? Bismarck 2015Große Ereignisse werfen ihre Schatten stets weit voraus. So ist es denn kein Wunder, dass in unserer Stiftung in Friedrichsruh und Schönhausen seit geraumer Zeit über Projekte zum Jubiläumsjahr 2015 nachgedacht wird, in dem sich der Geburtstag Bismarcks 200mal jährt. Über diese Vorüberlegungen möchten die Mitarbeiter der Stiftung nun erstmals eine breitere Öffentlichkeit informieren. Die Stiftung lädt daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Region zu einer Matinee unter dem Titel "Was gibt's denn da zu feiern? Bismarck 2015" ein. Beginn der Veranstaltung am Sonntag, den 29. April, ist um 11 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei! Das Bild zeigt etwa 5.000 deutsche Studenten, die aus Anlass des 80. Geburtstages Bismarcks am 1. April 1895 zu einer sogenannten "Huldigungsfahrt" nach Friedrichsruh pilgerten. Tempi per fortuna passati...
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Donnerstag, den 19. April 2012 um 08:00 Uhr
Vortrag über den verarmten preußischen LandadelDer Adel bleibt in der Vorstellungswelt vieler Menschen bis heute verbunden mit großem Vermögen, ausschweifendem Lebensstil und großem gesellschaftlichen Einfluss. Doch bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert ging die Bedeutung des Adels mehr und mehr zurück. Französische Revolution, Adelskritik der Spätaufklärung, Industrialisierung und Verstädterung trafen gerade den niederen Adel schwer. Nicht alle adeligen Familien hielten mit den großen Umwälzungen der Zeit Schritt und gerieten in existenzielle Krisen, die spätestens im Deutschen Kaiserreich nicht selten in Verarmung endeten. Über diesen eher unbekannten Aspekt der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts referiert der Tübinger Professor Dr. Ewald Frie in einem Vortrag unter dem Titel "Der preußische verarmte Adel im Deutschen Kaiserreich" am heutigen Donnerstag, den 19. April, um 19.30 Uhr, in den Räumen der Stiftung, Am Bahnhof 2, in Friedrichsruh. Der Eintritt ist wie immer frei!
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Freitag, den 13. April 2012 um 05:30 Uhr
Noch einmal: Das Schulheft des KaisersBereits im vergangenen Dezember stellte Dr. Ulf Morgenstern, wissenschaftlicher Mitarbeiter unserer Stiftung, einen bemerkenswerten Fund der Öffentlichkeit vor, der den Blick auf die Jugend Prinz Wilhelms von Preußen, des späteren letzten deutschen Kaisers, schärfen hilft: Ein Aufsatzheft aus seiner Schulzeit in Kassel. Über die Umstände der Entdeckung und deren historisch-kritische Essenz berichtet nun auch das Hamburger Abendblatt ausführlich, und zwar hier. Noch mehr erfahren Sie im jüngst erschienenen Heft 41 unserer kleinen Schriftenreihe "Friedrichsruher Beiträge" (siehe Abbildung), die Sie zum Preis von 3,50 Euro bei der Stiftung erwerben können.
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Freitag, den 30. März 2012 um 11:01 Uhr
Die Anfänge der BismarcksDie Anfänge der Familie von Bismarck reichen bis zum Jahre 1270 zurück und liegen im heutien Sachsen-Anhalt, im altmärkischen Stendal. Nikolaus (14. Jhd.) war ihr bedeutendster Vertreter: ein erfolgreicher Ratsherr, Kaufmann und Finanzberater der brandenburgischen Markgrafen. Mit seiner Belehnung von Burgstall mit Briest am 15. Juni 1345 stieg er in den schloßgesessenen Adelsstand auf. Die Bismarcks gehörten seitdem zu den führenden Geschlechtern der Altmark. Über die Geschichte der Familie von Bismarck auf Schloss Briest erzählt eine kleine Sonderausstellung des Brandenburg-Preußen-Museums Wustrau in den Räumen der Otto-von-Bismarck-Stiftung, die am Sonntag, den 1. April 2012, um 11 Uhr, eröffnet wird. Es spricht unter anderem die heutige Stammhalterin der Briester Linie, Maren von Bismarck-Briest. Im Anschluss lädt die Stiftung zu einem kleinen Umtrunk ein. Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Vernissage eingeladen.
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